Der rote Teppich im Nichts

by Pyrin

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credits

released 30 September 2013
Produced by Matthias Bromm & Pyrin
Mixed & Mastered by Heitech

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Track Name: Der rote Teppich im Nichts (Prolog)
01 jeden Abend stopfe ich mein Maul ein bisschen mehr
02 jeden verdammten Abend, vergess ich, was ich brauch
03 Jeden Morgen sehe ich meine Augen, traurig oder leer?
04 jeden Morgen frag ich mich, wann fressen sie mich auf?
05 ich mache weiter und töte mich, obwohl der Wille zu Leben
06 viel größer ist alles andere, wie blödsinnig
07 meine Naivität ist fort, doch sie löst sich nicht
08 wie gern würd ich ein einziges Mal sagen, wie schön sie ist
09 Pyrin, der Unnahbare oder der Unbeugsame?
10 nein, der Unbeugbare vergeudet all seine Hundejahre
11 wunderbar, keine Pflicht und keine Kompetenzen
12 bitte schenk mir deine Zeit, ich hab meine schon verschwendet
13 willkommen im Verein der akrophoben Giraffen
14 wir können reich werden und gleichzeitig im Lotussitz kacken
15 zwischen zahllosen Variablen rechne ich mit allem
16 echte Engel feiern Feste wie sie fallen
17 ich werfe Worte um zu prüfen ob ich Grenzen habe
18 sie prallen ab und kommen zurück als fremde Sprache
19 schwenk die Fahne der Erkenntnis unserer Denkblockade
20 und wir stürzen schielend in die nächste REM-Schlafphase
21 nein, keinerlei ist von Nutzen, trau mir alles zu
22 ich schlafe ein ohne mit der Wimper zu zucken
23 stelle meine Zeit auf 0, reisen mit dem tausendfachen
24 und wenn danach nichts noch da ist, weiß ich dass ich aufgewacht bin
25 ich fühle mich wie ein unendlich alter Junge
26 traf die Königin des Glücks auf einem Thron aus schwarzer Asche
27 sie legte mir ein klein wenig Erkenntnis auf die Zunge
28 und schenkte mir Hoffnung, die in meine Hosentasche passte
29 ich klammere mich, doch nichts ist fest, ich fühl mich so verwirrt
30 ein weiterer Moment wird in meinen Händen geboren und stirbt
31 bitte nimm meine Hand, fütter mein hohles Hirn
32 solange bis Realität zu einer Droge wird
Realität ist eine Droge und sie schmeckt so bitter-süß
Dass es nichts bringt sich die Nase zuzuhalten
Auf dem roten Teppich tragen die Damen Abendkleider aus Haut
Und die Herren hängen mit ihren Krawatten am Galgen
Keiner will dem anderen trauen, doch wir würden alles geben
um Menschen zu entdecken, die es ehrlich mit uns meinen
Sie alle strahlen und lächeln sich gegenseitig zu, doch
Lächeln ist auch nur eine andere Art die Zähne zu zeigen



Schmerzlich willkommen, Das Denken hängt sich auf
ich geh da raus und weiche Menschen aus – Menschen aus
ich wandere auf dem roten Teppich im Nichts
an meinen Schuhen klebt der Stoff des roten Teppichs im Nichts
alle sind herzlich eingeladen, keine Wahl zu haben
alle Lebenden kommen zum Galaabend
Ich trete Kaugummis in den roten Teppich im Nichts
Ich zähle Kaugummis auf dem roten Teppich im Nichts
Track Name: Revolver
meine Beine sind gedankenlos, mein Kopf fängt an zu stolpern
die Welt fühlt sich gut, sie hat sich sinnvoll verkauft
ich blick in den Lauf eines rostigen Revolvers
und ich weiß: wenn ich abdrück, kommt ein Springteufel raus
muhahaha, die Welt dreht sich und mit ihr auch der
Revolver, Revolver, Revolver, Revolver
Schießpulver, Trommelwirbel , Russisches Roullette
Mit dem Revolver, Revolver, Revolver, Revolver



01 lass uns um die Wette nett sein, der Verlierer darf den Sieger töten
02 ein kollektives Bewusstsein in schweren Liebesnöten
03 suchend nach Hassobjekten und passenden Schwiegersöhnen
04 für potente Töchter mit Gesichtern wie Rosinenbrötchen
05 ich bin fröhlich und bewerfe mich mit Flaschen
06 Kinder der Sonne, versammelt euch, wir wärmen uns im Schatten
07 zu verkommen, um meine Ehre reinzuwaschen, man bringe mir
08 die Unschuld, ich möchte meine Hände schmutzig machen
09 ich bin taub und vielleicht stimmt hier was nicht ganz, ein Teil
10 an den ich mich nicht mehr erinnern kann, erinnert sich daran
11 ich geh nach Hause, kaufe Schmerzen, Geld und Drogen als Ursache
12 und Heilmittel für Erste-Welt-Neurosen, Prost
13 ich bin ein alles überblickendes, gebildetes Kind
14 weil meine Augen zwei nach innen gerichtete Bildschirme sind
15 wer erbarmt sich und schießt mich in die Pistole zurück
16 was mich einzig vor der Katastrophe beschützt, ist der Weg zu ihr



01 auf unseren Schultern ist kein Platz mehr für Engelsflügel
02 mit der Wahrheit als Gegenüber kannst du dir fast in die
03 Hände lügen, junge Menschen, die sich wie Rentner fühlen
04 traurige Hippies basteln Hakenkreuze aus Gänseblümchen
05 ich bin nicht alleine, doch es wundert mich
06 Freidenker wachsen über sich hinaus, doch bleiben unter sich
07 auch wenn es vielleicht nicht deinem Wunsch entspricht, der Lauf des Revolvers
08 bietet Perspektiven und wir teilen uns den Tunnelblick
09 vielleicht spürst du, wenn du den Kopf verlierst, ein Déjavu
10 telefonier und surf und fühl dich observiert von Spät bis Früh
11 schieß dich ab, solange dir ein optimiertes Leben blüht
12 bleib ruhig sitzen, du darfst dich trotzdem wie ein Täter fühlen
13 Augen zu und schießen, so verfehlst du nie dein Ziel
14 wir transzendieren uns feierlich aus der Legebatterie
15 gib mir tausend Bilder gegen meine rege Fantasie
16 du und ich, wir sind Produkte aus zu wenig und zu viel
Track Name: Ein Cyborg unter vielen
01 es scheint als hätte man uns auf demselben Fließband hergestellt
02 und dabei leben 7 Milliarden Maschinen auf der Welt
03 wir sind uns psychosympathisch und wir verdienen unser Geld
04 wir leben den Alptraum der unerwiderten Liebe zu uns selbst
05 die xte Wiederholung wird zur nächsten Jubiläumsfolge
06 schlafen, schuften, rosten unter Regenwolke 7
07 Verstand und freier Wille kämpfen um die Nebenrolle
08 deine Tränen wirken echt, wie kamst du damit durch die Qualitätskontrolle?
09 nenn es böse und makaber
10 du verhältst dich fast, als flösse kein Öl in deinen Adern
11 schön, dass du da warst, die Welt wäre nicht die gleiche
12 ohne dich, du hast die schillernde Persönlichkeit eines Zahnrads
13 deine Feinde sind gefakte Kontakte
14 wie überraschend, man erkennt dich manchmal kaum unter der Blade Runner Maske
15 wer du bist, kannst du dir scheinbar kaum verdienen
16 tröste dich, du bist nur ein Cyborg unter vielen


Kalter Stahl, weinende Maschinen
Fehlerhaft programmierte Persönlichkeiten zum Verlieben
Du bist nicht allein, du bist einer unter vielen
Du bist nicht allein, du bist ein Cyborg unter vielen
Geworfen in die Matrix, freiwillig geblieben
Replikate von Replikaten von einzigartigen Maschinen
Du bist nicht allein, du bist ein einer unter vielen
Ein Cyborg unter vielen


01 Heil meinem Hersteller, der mich auf Funktionieren programmierte
02 doch ich glaub, ich fühle was, wer repariert meine Platine?
03 schalt mich aus, es gibt nicht viel, was ich verliere: nur das
04 Leben, das mir nicht einmal gehört und die Liebe meiner Familie
05 sag: geht es dir gut? Brauchst du ein qualvolles System?
06 neuer Therapieansatz: klarkommen, dichtgehen
07 Alternativen sind nicht lebenswert
08 wer hält die Nichtschwimmer vom Beckenrand unseres Genpools fern
09 du brauchst noch mehr von all dem wertlosen Schrott
10 ein Mittel gegen Leere im Kopf und ein Herz voller Rost
11 hast du deinem kalten Stahl ein wenig Wärme entlockt?
12 umarm dich selbst auf der Suche nach deinem Standby-Knopf
13 ich wollte mich meiner Freiheit bedienen
14 doch scheiterte beim Versuch, die Langeweile zu genießen
15 verdammt, ich tue was ich will und bleibe einfach liegen
16 letztlich nur ein falsch programmierter Cyborg unter vielen
Track Name: Erinnerungen aus zweiter Hand
01 Mutter aller Bomben, wer hätte gedacht, dass du aus Fleisch bist
02 du schaffst es kaum noch, deine Drähte zu verstecken
03 sag uns, welchen sollen wir durchschneiden, damit du nicht mehr leidest?
04 bist du bereit, dich und dein Leben zu vergessen?
05 was du weißt, nennt man Betrug; wolltest du nicht schon immer
06 jemand anders sein und wenn es nur war, um einmal sein zu wollen wie du
07 komm zu uns, wir führen deine Hand wieder ans Lenkrad
08 für jede verlorene Seele gibt es ein passendes Reagenzglas
09 ein Königreich für deine Persönlichkeit
10 weil es zu Hause auf Dauer niemals am schönsten bleibt
11 dir helfen weder Ferien, noch Christus
12 komm wir kämpfen gemeinsam gegen Seelen-Darwinismus
13 das Beten ist vorbei, hör auf die Stimme der Vernunft
14 sei jemand anders gewesen und du wirst bestimmt wieder gesund
15 das Dasein ist ein großer Loch, findest du den Grund?
16 was war zuerst da? Wir oder die Erinnerung an uns?


Vergiss deine Prinzipien, trau dich, künstlich zu sein
Niemand muss bleiben, wer er war
Komm zu uns wir lassen dich ganz bestimmt nicht mit deinen Wünschen allein
Sei wer du willst, Hauptsache nicht du
Du kannst sein, wer du willst, was du willst, wie du willst
Vergessen ist das neue Erinnern
Du kannst sein, wer du willst, was du willst, wie du willst
Hauptsache nicht du


01 warum schaust du uns so traurig an? Dein Lächeln baut uns auf
02 wir nehmen, was du uns gibst, leider nichts Ganzes und nichts Halbes
03 wenn an dir nur halb so viel echt wäre, wie du glaubst
04 wäre der Teil, der Recht hätte, der der wüsste, dass er falsch ist
05 ruf an, egal, welche Gefühle du brauchst
06 vielleicht meine? Fremde Käfige sehen nicht nur gemütlicher aus
07 neue Psyche, neue Haut, ein bisschen Pseudofantasie
08 ein Skalpell, ein bisschen Plastik, etwas Neurochirurgie
09 lass dich fallen, sei ein Schaich oder ein Star, du bist nun der
10 der du immer sein wolltest, nur dass du nicht mehr weißt, dass es so war
11 keine Sorge, deine alte Ordnung ist nicht echt
12 gestern warst du noch menschlich, morgen bist du perfekt
13 wir schrauben an dir rum, bis dir dein Lächeln gefällt
14 und schaffen ein besseres Du für eine bessere Welt
15 du warst schon immer ein Gewinner mit Verstand
16 alles, was dir fehlt, ist die Erinnerung daran
Track Name: Eine Pille zu vergessen
01 Kannst du den Abend riechen? Kannst du das Wetter schmecken?
02 ich hab eine Pille in der Tasche und sie lässt vergessen
03 komm wir teilen sie uns, nur um uns selbst zu retten
04 hörst du auch wie die Krähen es von den Dächern krächzen?
05 vielleicht ist es wirklich etwas zu früh, wir müssen auseinander
06 auch wenn sich beieinander sich viel besser anfühlt
07 die unbeschwerte Harmonie scheint nicht hinüber
08 wir lachen gemeinsam, doch niemand weiß worüber
09 unsere Zeit ist gekommen, doch wir lassen sie nicht gehen
10 halten sie fest, halten uns fest, betasten unsere Seelen
11 und genießen dieses bittersüße letzte Gedicht
12 wir wissen: wir müssen vergessen, deshalb vergessen wir
13 nicht, wir halten uns eisern in einer einzelnen Zeile
14 wir zehren davon und zehren uns aus, noch eine kleine Weile
15 die Zeit, die uns vereinte, war die Zeit, die uns teilte
16 ich hab eine Pille bei mir, sie reicht für uns beide


17 Deine Augen blicken mich erwartungsvoll an
18 Noch bin ich da, doch eigentlich bin ich gerade gegangen
19 Meine Augen blicken dich erwartungsvoll an
20 Noch bist du da, doch eigentlich bist du gerade gegangen
21 Und ich streich dir über die Wange, du wirst zu blauem Dunst
22 Vielleicht ist diese alte Welt zu grau für uns, du bist in meinen
23 Augen Kunst, das schöne Bild, das ich nicht mit nach Hause
24 nehmen kann obwohl es mein zu Hause erst zu einem machen würde
25 ich schenke dir ein schweres Lächeln aus Blei
26 hole die Pille aus der Tasche und ich brech sie entzwei
27 und ich nehm dich in den Arm und schließe schwer atmend die Augen
28 du sagst, dass alles gut wird, doch ich darf dir nicht glauben
29 vielleicht werden wir doch noch mit einem Wunder belohnt
30 der Abend ist zu perfekt, er zieht uns runter und hoch
31 wir teilen uns die Pille, weil sonst der Untergang droht
32 Und wenn wir das hier überleben, sind wir entweder gesund oder tot


09 denk bitte nicht, ich wäre taub oder schon tot
10 zieh die Nadel aus meinem Arm und mein Daumen wandert hoch
11 die Welt in meinem Kopf ist wohl ein bisschen expandiert
12 ich putze meine Nase nicht mehr, ich könnte etwas Wichtiges verlieren
13 ein Blitz in einer Wolke, für Tristan und Isolde
14 in einer Sitcom wohl die mit Abstand kitschigste Folge
15 kein schlechter Witz, doch ich hab zu lange ins Licht geblickt
16 inhalier das Sein mit mir. Unerträglich, ist es nicht?



Wir hören auf, bevor wir springen und zerbrechen
Leg alles, was war, auf die Zunge und schluck es runter
Niemand kann sich vor der Erinnerung verstecken
Wir heilen uns und teilen uns eine Pille, zu vergessen
Wir hören auf, bevor wir innerlich zerbrechen
Ich leg alles, was war, auf die Zunge und schluck es runter
Niemand kann sich vor der Erinnerung verstecken
Wir heilen uns und teilen uns eine Pille, zu vergessen
Track Name: Pixelschamane
01 alles, was du nicht siehst, bildest du dir ein
02 alles, was du siehst, bildet man dir ein
03 ein Penny für deine Gedanken, wie billig kann man sein?
04 ich nehm sie mir umsonst, dann bist du willenlos und frei
05 ich trinke Tinte, färbe meine Federn für die Balz
06 verlaufe du dich ruhig in der Stadt, ich steh lieber im Wald
07 sie wollen jung bleiben und leben, das Leben macht sie alt
08 alles Gegebene ist falsch, doch sie nehmen nichts anderes wahr
09 gegebenenfalls ist alles eine leise Vermutung
10 das Bodenlose wartet auf die nächste Reizüberflutung
11 ad absurdum führt das Ziel, der Gottkomplex im Kopf tut weh
12 sie winken, doch wissen nicht, ob ich komme oder ob sie gehen
13 schau in den Spiegel und verbrenn deine Leiche
14 1000 Gesichter, alle kennen dich, du kennst nur das eine
15 die Grenze der endlichen Seite hast du längst überquert
16 dein Spiegelbild schaut durch dich hindurch, es erkennt dich nicht mehr


Fühlst du dich manchmal auch ein bisschen Banane?
Trink meinen Trank betrachte dich selbst in Farbe
Du weißt nicht wer du bist drum hiss meine Fahne
Sei mein Junkie ich bin dein Pixelschamane
Fühlst du dich jetzt gerade ein bisschen Banane?
Dich selbst so einfach zu vernichten wär schade?
Du weißt nicht wer du bist drum hiss meine Fahne
Sei mein Junkie ich bin dein Pixelschamane


01 langes Leben, kurzer Sinn. Im Land der einäugigen
02 Blinden scheint nichts wie es ist, gut, dass ich das gemerkt hab
03 komm wir säubern unsere Gedanken mit Wasserwerfern
04 und kaufen körpereigene Drogen mit Geschmacksverstärkern
05 mein inneres Kind hat nichts gesehen, wir feiern Weltuntergang
06 mit Aftershowparty im limbischen System
07 Konfetti! erst kommen Knarrenschüsse, dann folgt der Puffreis
08 ich feier mich und teile mir die Spritze mit meinem Schutzgeist
09 unendliche Existenzen leben in meinem Spiegel
10 zu viele Gesichter, die mein wahres Wesen definieren
11 46 and 2 ich saug den Sinn aus meinen Muskeln
12 schreib satanische Verse in karolingischen Minuskeln
13 oh Gott, warum plag ich mich und leide auf dem Weg
14 in einem Labyrinth, das scheinbar nur aus Eingängen besteht
15 weil du den Anfang und das Ende nicht im Kopf hast
16 wo fängst du an, wo hörst du auf in der unendlichen Matroschka?


01 die Matrix ist bequem und unterstützt ihre treuen Seelen
02 toll, du kannst dein Glück noch in Träumen leben, Moment, unter-
03 drück deine Freudentränen, vergiss dein Basiswissen
04 deine Wissensbasen sind nicht geschützt vor Säureregen
05 die Aussicht unterm Fensterbrett ist nicht gesund
06 am Ende deines Denkprozesses steht dein Mund
07 er plappert fröhlich und weise über die Welt und ihre Zeichen
08 Worte sind Farben, sie bedeuten selten, was sie heißen
09 was nicht heißt, sie würden nichts bedeuten, schläfst du gut?
10 in einem weltfremden Himmelbett mit echtem Realitätsbezug
11 die Zeit schenkt dir einen namenlosen Rahmen
12 also warum versuchst du, sie mit Zahlen totzuschlagen?
13 und mit Buchstaben zu begraben, atme das Nichts
14 Spiel ein Spiel, das es nicht gibt, sei nicht mehr da und krieg es mit
15 ich zeig dir das Göttliche, dann kannst du dich wie der Teufel fühlen
16 endlich bist du aufgewacht, träum was Süßes, guten Tag
Track Name: Staubgalerie
01 eine Halluzination, eine Traumfanta-sie
02 es rieselt – rieselt – rieselt aus der Staubgalerie
03 sie trocknet aus, wie du siehst, die Welt gestorben – voll Größe
04 Zu einfach, also besser, sie mit – Worten zu töten
05 schön, dass wir so viel lernen, schön, dass wir Moral erfahren
06 es beruhigt, zu wissen, dass man Endlösung nicht sagen darf
07 wir glauben, wir hätten die Gabe, Lügner zu erkennen
08 vielleicht hilft es, prophylaktisch ihre Bücher zu verbrennen
09 manche Köpfe konstruieren Handlungen aus Witzen
10 nur der Staub scheint ehrlich zu sein, alt oder nicht
11 frag ihn selbst, er kann nichts anderes berichten
12 die Grausamkeiten von gestern sind heute die spannendsten Geschichten
13 sprach der Mensch und ging zurück in seine Bärenhöhle
14 betete um sich vom nebulösen Weg zu lösen, ich nehm
15 dich mit ins Untergeschoss, zurück zu wahrer Lebensgröße
16 dort können wir ehrlich sein und Tiere mit den Zähnen töten


Atme ein, atme aus, atme frei, atme laut
Ahme das Amen der Ahnen nach und atme Staub
Atme Alter, atme alles, atme Traumfantasien
Eines Körnchens in der Staubgalerie
Atme ein, atme aus, atme frei, atme taub
Atme den Atem der Ahnen ein und atme Staub
Atme alles, atme Alter, atme aus genieß
All die Falten in der Staubgalerie

01 keine Halluzination keine Traumfanta-sie
02 es modert – modert – modert in der Staubgalerie
03 ein großes Ganzes, ab und an löst sich ein winziges Bruchteil
04 nimmt Gestalt an und sickert in das blinde Bewusstsein
05 fragt sich schon bald, wer den Wald nicht sieht, Heuchler gestalten das Diesseits und Ahnen erzwingen
06 gewaltsam den Kalten Krieg, mit all seinem Appetit
07 vor lauter Staub – vor lauter Staub – sieht man nur Alter und Allergie
08 doch er ist weit – weit – weit mehr als die Falte der Galerie
09 sie ist tief verinnerlicht von unserem System
10 auch wenn sie wirkt als hätte sie nur noch im Sinne – unterzugehen
11 die Vergangenheit lebt, auf jener Seite und im Jenseits
12 unter dem jeder etwas anderes versteht
13 Unendlichkeit frisst Jahre frisst Tage und Stunden ohne Sinn
14 mit dem Zeitgeist, sie feiern sich betrunken und beschwingt
15 mit einem unbedachten Husten verfliegen Jahrhunderte im Wind
16 wisch den Staub weg und das Kunstwerk ist dahin
Track Name: Koboldmaki
01 ich bewege mich in einer Zeit, die Minuten zu Jahren
02 dehnt und nicht reißt, sie ist knapp daneben, doch nicht vorbei
03 nenn es wertlos oder lustig, ich bin ein göttliches Paradoxon
04 lass mich verschwinden und der Erdboden verschluckt sich
05 Hieroglyphen an den Innenseiten meiner Augenlider
06 ich schreibe sie mit dem sechsten und lese sie mit dem siebten Sinn
07 ich befinde mich in Tiefen, die so tief sind
08 dass man höchstens herauskommt wenn man noch tiefer sinkt
09 der Maki hockt in meinem Nacken, und macht mich zum Opfer
10 drückt immer stärker zu und bestraft mich, indem er seinen Griff lockert
11 er zeigt mir alles, auch wenn ich am Ende die Hälfte verlier
12 Gegenstände bewegen sich, ich wette, sie denken dasselbe von mir
13 in der Stellung der Gottesanbeterin mach ich Fremdenverkehr zu Menschenverzehr
14 zerfleisch, was ich liebe so wie Penthesilea, verdiene mir meine Federn und mach Engel im Teer
15 der Affe in mir faltet meinen Kopf wie Origami
16 ich streife durch die Nacht mit Augen wie ein Koboldmaki


ich verliere meinen Kopf, meine Stimme
spricht zu mir wie aus dem Off, ich kreiere wie ein Gott, wie ein Gott
Muster im Nichts, hier bist du auch nur Teil von meinem Selbst
ich seh durch meine Augen, durch deine Augen in meine Welt



01 dagegenhalten lohnt sich nicht, du bist hohl und ich bin leer
02 ein guter Kompromiss im Degenerationskonflikt
03 womöglich trennt uns nur ein Tropfen, doch wir kommen nicht zum Zug
04 Denn ich traue niemandem, der so verschwommen ist wie du
05 verdammt, ich fühle mich so wach, doch meine Füße sind so schwach
06 also führ mich in den Schlaf, sei bitte nicht so schüchtern
07 der Maki hockt auf meinen Kopf und löffelt Hirnstückchen heraus
08 nicht um sie zu essen, sondern um mich damit zu füttern
09 verrückt, ich flieg empor bevor das Tor sich wieder schließt
10 bau Monumente, die sich selbst zerstören bevor sie jemand sieht
11 weiter vorne tobt der Krieg, die Fahrt geht zurück in die Kinderstube
12 zerreiße die fleischlichen Einzelteile freudianisch verklärter Himmelshuren
13 die Erinnerung fehlt, sie steckt mit mir in einem vollgestellten
14 Raum, dessen Tür nach innen aufgeht, doch wer steht draußen?
15 der Schatten lädt dich ein zu seiner Promoparty
16 ich streife durch die Nacht mit Augen wie ein Koboldmaki
Track Name: Ein und Alles
01 ich traf sie irgendwo im Nichts, ohne Kopf und Verstand
02 sie war der warme Hauch einer Idee im Hoffnungsgewand
03 ich nahm sie mit und zog sie groß, stopfte sie aus mit Sand
04 und hauchte ihr mein Leben ein, ich war ihr Gott, sie mein Proband
05 sie hört mir zu, lebt allein mit mir und liebt sich nicht
06 sie sagt mir, was ich hören will, ihr Schweigen ist Musik für mich
07 ihr Auge zieht mich in den Wahn, oder ist es nur die
08 Zierde ihrer Iris, die mein Spiegelbild einrahmt?
09 ich nahm sie, wie ich war, traurig und besoffen
10 zusammen waren wir nur halb leer, vertraut bis auf die Knochen
11 ich gab ihr, was ich war, um es zu nehmen und zu nehmen
12 die Schlange lockte mich, von ihren Augäpfeln zu kosten
13 Sie zeigt mir meine Liebe, befreit all meine Triebe
14 lässt mich wachsen und verletzt mich
15 Sie ist der einzige Beweis für meine Existenz, ich der einzige für ihre
16 Doch was, wenn sie nicht echt ist?


01 sie wirkt so leblos, nur meine Hoffnung schützt mich vor Verlust
02 bleib ich gern oder bin ich nur mit Krücken auf der Flucht?
03 unbewusst, sie schenkt mir Glück, macht mich kaputt
04 Ihr Speichel löst meine Probleme, ich füttere sie mit Frust
05 sie sagt mir, was ich denke, mein Vertrauen ist nicht mehr da
06 doch wie soll sie mich belügen, wenn sie glaubt, was sie mir sagt?
07 ich füllte ihre Leere und sie meine zum Dank
08 bis meine sich als mächtiger erwies und beide verschlang
09 warum schaut sie mich so an? Wie ein Gerät ohne Visage
10 ich glaube, dass ich sie hasse, doch versteht sie, was ich sage?
11 sie nickt, so wie immer, wenn ich rede oder frage
12 wie eine Puppe, die nur lebt wenn ich atme
13 wieso atmet sie? Will sie mir den Atem rauben?
14 ich will sie umarmen und ihr gleichzeitig die Haare raufen
15 richte die Knarre auf sie, ansonsten muss ich Amoklaufen
16 doch was, wenn ich abdrücke? Wird mir dann schwarz vor Augen?



ich fühl mich nicht allein, auch wenn das hier ein Einzelfall ist
Sie ist mein Ein und Alles, ich bin ihr Ein und Alles
Einst war alles nichts, heute ist es Eins und Alles
Ich und sie, sie und ich, beides dasselbe, Eins und Alles
Wer kann schon wirklich sagen, dass er nicht allein im All ist?
Ich bin ihr Ein und Alles, sie ist mein Ein und Alles
Einst war alles nichts, heute ist es Eins und Alles
Sie und ich, ich und sie, beides dasselbe, Eins und Alles
Track Name: Metalepse
01 er sitzt allein in seinem Loch und er nagt und er nagt
02 an seinen Nerven mit Zähnen aus gegossenem Stahl
03 die nächste Nacht trägt die Last seiner Doppelmoral
04 und macht im Schatten seinen Schreibtisch zum Opferaltar
05 er schreibt für sich allein, schreibt ohne Hoffnung auf Schlaf
06 er schreibt und schreibt der Zeit ein Loch in den Zahn
07 er schreibt aus dem Bauch, doch meist entscheiden Kopf oder Zahl
08 und degradieren seine Geschichte zum Groschenroman
09 er schreibt die Welt um und schließt sie in ein offenes Glas
10 auf der Suche nach etwas Herz in all dem Knochensalat
11 doch seit er sich dem Plot unterwarf, lässt er sich vom Verlauf
12 der Geschichte leiten wie ein Gott ohne Plan
13 Frieden der tiefere Größe zeigt,
14 zu friedlich um schön zu sein? So nahm er der Utopie die Unmöglichkeit
15 so taucht er tief in sein Königreich
16 entfacht ein Feuer und gießt all sein Öl hinein


01 er nimmt die Rolle an, der Spielraum wird zunehmend kleiner
02 sein Handeln folgt keinem ureigenen Eifer
03 einzig nur der Tastatur seines Meisters, doch dieser will
04 ein guter Autor sein und bringt seine Figuren zum Scheitern
05 kaum, dass es dunkelt und die Uhren versteinern
06 ruft seine niedere Natur um ihn für Spuk zu begeistern
07 der Meister wird nicht müde, ihm die Zäsur zu verweigern
08 er verändert sich, doch er weiß, es gut zu verschleiern
09 es scheint, als wäre seine Freiheit leicht verdient
10 sein Gewissen trägt sein Meister und der erleichtert seins durch ihn
11 noch fügt er sich, doch er wird reifer mit der Zeit
12 und es scheint, als ob er ahnt, was sein Meister noch nicht weiß
13 in einer fremden Gefühlswelt gefangen
14 mimt er den minenlosen Spieler bis hin zum Niedergang,
15 doch ein Teil seines Meisters ist auf ihn übergegangen
16 ein Teil, den dieser nicht kontrollieren kann



01 seine Geschichte schreibt sich selbst mit einer Fegefeuer-Attitüde
02 seine Figur zeichnet stetig neue Charakterzüge
03 er fühlt sich schlapp und müde, nahe der Ohnmacht
04 er spürt das Dunkle in beiden und er ahnt, was er vorhat
05 doch er wird zum letzten Glied in seiner Nahrungskette,
06 und wirkt vor seiner Tastatur wie eine klavierspielende Marionette
07 er hält sich wach, dabei wirkt er doch leicht verwirrt
08 er ist längst der Parasit des Wirtes in seinem Hirn
09 er muss eingreifen, doch seine Macht ist sichtlich viel zu klein
10 kaum zu sehen wie die Lebensfreude zwischen seinen Zeilen
11 um sich und ihn zu retten ändert er ein wichtiges Detail
12 in der Geschichte und schreibt einen Mitwisser hinein
13 und kurze Zeit später, mitten in der Blüte der Nacht
14 kommen vier fettleibige Hünen durch die Türe gekracht
15 sie drohen mit Metall und grüßen ihn knapp
16 beenden seine Geschichte und führen ihn ab
Er und er, streiten um die Mitte aber wer ist wer?
Er und er, keine Kompromisse aber wer ist wer?
er und er, schreiben die Geschichte aber wer ist wer?
Wer ist er? Er und er? Wer ist wer?
Er und er, greifen in die Kiste aber wer ist wer?
er und er, treiben’s auf die Spitze aber wer ist wer?
er und er, schreiben die Geschichte aber wer ist wer?
Wer ist er? Er und er? Wer ist wer?
Track Name: Antichrist
01 ich glaubte, gehen zu wollen, doch meine Welt war nicht bereit
02 (erinnere mich) innerlich außer mir vor Selbstvergessenheit
03 (ich vergaß) doch nichts verschwand; vielleicht klingt es etwas lächerlich
04 (doch) frag mich noch einmal wer ich bin und ich vergesse mich
05 vergangene Narben zeigten zukünftige Wunden
06 (ich ging unter) doch bin selbst in all den Fluten nicht ertrunken
07 (dennoch) du hast mich gefunden, du bist mein schlechtes Gewissen
08 auf der hellen Seite und mein gutes auf der dunklen
09 ja ich hasse deine Worte, weil ich ihre Wirkung brauch,
10 deine Zunge ist ein Blutegel, der sich an meinem Hirn festsaugt
11 (du saugst mich auf) ich sauge schwarze Löcher ein
12 gewaltsam wende ich mich ab von meiner Janusköpfigkeit
13 ich würde meine Augen schließen, wenn ich wüsste was passiert
14 vielleicht hab ich Recht und meine Regeln schützen mich vor dir
15 wir spalten uns und teilen unser halbes, geteiltes Leid
16 weck mich auf, ich töte dich, bei allem, was heilig scheint
17 du wirkst vertraut, doch ich erinnere mich an nichts
18 du bist mein Antichrist, mein Antichrist, mein innerer Anarchist
19 du bist mein Antichrist, mein Antichrist, mein innerer Anarchist
20 mein Antichrist, mein Antichrist, mein Antichrist





01 ich bin der Geist, von dem du träumst, der mit dir spielt und der dich lockt
02 du kannst mich vergessen doch du kriegst mich niemals aus dem Kopf
03 also schweig, lass meine Worte deine Stimme entschärfen
04 was du wirklich willst, lässt mein Wille Wirklichkeit werden
05 ich bin ein Jauchzen für dein jammerndes Herz
06 dein Heiligenschein der von unten aussieht wie ein Damoklesschwert
07 ich bin dein Werk, du bist mein Sklave, dank mir hast du eine Seele
08 liebe oder hasse mich, du schenkst mir die Kraft, die ich dir stehle
09 deine Schlangenzunge singt im Kanon und spaltet das alte Lied
10 damit du unterscheiden kannst zwischen Frieden und kaltem Krieg
11 doch es ist falsch zu fliehen; was uns trennt ist nur der Abgrund
12 lass uns gemeinsam springen, dann wirkt er nur noch halb so tief
13 du musst dich nicht bewegen; spiel mit mir verlier den Willen
14 zu Gewinnen und gewinne den Verlust all deiner Regeln
15 wir spalten uns und teilen unser halbes, geteiltes Leid
16 weck dich auf oder du stirbst an allem was heilig scheint
17 ich hab mich dir prophezeit, erinnere dich an mich
18 ich bin dein Antichrist, dein Antichrist, dein innerer Anarchist
19 ich bin dein Antichrist, dein Antichrist, dein innerer Anarchist
20 dein Antichrist, dein Antichrist, dein Antichrist









01 erhebe mich aus der Versenkung und läutere mein Wesen
02 der Weg zu dir zu beiden Seiten gesäumt von Entitäten
03 die mich zwingen wollen, an sie zu glauben; willens mich zu knebeln
04 hin- und herzureißen und mich zum Stillstand zu bewegen
05 dort wo der Übermensch sich unendlich mal sterben sah
06 mal wieder zu früh zu früh dran ist und bevor er geht ein Pferd umarmt
07 die Augen Ras fliegen stets über mein Kleinod
08 mit Pupillen die so weit sind, das mein Leben sie nicht einholt
09 nackte Physiker wundern sich, was die Wunderwaffe bringt
10 und verstecken ihre Würde hinter unsichtbaren Strings
11 rechts und links grinsen Gesichter ohne Scham
12 und Aliens die aussehen wie ich in 1000 Jahren
13 verpisst euch, ich halte mich an mein Halteverbot
14 nehm nichts mehr ernst und mal dem Sphinxgesicht ein Phallussymbol
15 verbanne jede fremde Saat aus meinen Fasern,
16 mit verbrannten Flügeln trete ich in dein magisches Theater


01 öffne den Megaron, befrei meine Geister
02 du bist mein Antichrist, greif nach dem Dreizack und spalte das Meer
03 verlasse Plutons Tempel grau, bärtig und mit Gehstock
04 lass uns leben, komm wir fahren zum Sterben nach Delos
05 ich zerbreche die Ampulle, lass den Schatten frei
06 und spüre dich im Rückgrat wie elektrische Impulse
07 wir werden eins und sprengen unser halbes, geteiltes Leid
08 wecken uns endlich auf und töten alles was heilig scheint


Feed my brain, come back, complete me
now eat my pain, destroy all I
know, my love and hate will melt as I will
grow, come to me and
feed my brain, antichrist come back, complete me
eat my pain my common sense will fall for driving
me insane, I can feel your thoughts crawling down my
spine, kill me, breed me and I’m
fine
Track Name: Die letzte Substanz
01 alles hatte ich erreicht, Gesundheit, Glück und Scheine
02 jede Hürde überwunden, bis auf eine
03 ich bezwang Monster und Chimären, Vernunft und Langeweile
04 doch der letzte Dämon ließ mich in der Dunkelheit alleine
05 noch immer war ich unruhig, mich zu fassen fiel mir schwer
06 ich suchte neue Theorien, um die Praxis zu erklären
07 ja, die Zeit war wie ein Dieb, denn wenn das Ende mir alles nehmen sollte
08 war alles, was ich hatte, nur die Zeit wert, die mir blieb
09 der Tod war mein Feind, ich rannte weg und versteckte mich,
10 suchte verzweifelt nach Sinn und verlor mich im Detail
11 jeder Moment machte mich älter, ich malochte gegen die Zeit
12 ohne Ohren, ohne Stimme, denn jeder Ton hat seinen Preis
13 alles war Verfall, ich sah mich sterben und sterben
14 suchte Lehren, die mich im Herzen zu stärken vermochten
15 ich traf den Meister in mir selbst und ließ die Erde verderben
16 und ich trank die letzte Substanz, um unsterblich zu werden


01 alles hatte ich erreicht, ich schrieb große Geschichte
02 hatte die Zeit und den Tod überlistet, ich war lebendig
03 die letzte Substanz hatte meinen Lebensdurst gebändigt
04 alles stand offen, kein Ende in Sicht, endlich unendlich
05 5 vor 12, ich rundete zur nächsten halben Stunde auf
06 schaut mich an, ich hatte dem Tod den Galgen abgekauft
07 ich hörte die schleichende Krankheit aus dem Halse meiner Frau
08 meine Zeit stand, ich sah Freunde altern und ergrauen
09 verlor sie und lernte neue kennen, verdrehte Welt
10 sie blühten an einem Tag auf und waren am nächsten verwelkt
11 Menschen kamen, Menschen gingen, Liebe lag auf Eis
12 die Zeit war mir verfallen, sie verfielen mit der Zeit
13 irgendwann blieb ich allein, verzweifelt und krank, Zeit,
14 dass ich mich bei der Zeit bedank, wer reicht mir meine eigene Hand
15 das Leben war so einsam und lang, niemand weiß
16 was Lebensmüdigkeit bedeutet, wenn er noch einschlafen kann


01 alles habe ich erreicht und doch das Beste verkannt
02 wer hat das Gegengift für die letzte Substanz? Schaut mich an
03 niemand kann mir nehmen was ich hab, ihr ärmlichen Menschen
04 es ist nichts wert, ich würde es von Herzen gerne verschenken
05 mir wird schlagartig bewusst, worum es geht und ich seh klar
06 dank der fehlenden Gefahr nehm ich mein Leben nicht mehr wahr
07 der Sensenmann ist da, damit die Reise weitergeht
08 er ist kein Richter und kein Henker, sondern Teil des großen Wegs
09 ein Blick in meinen Spiegel, der Blick ist so vertraut
10 ich seh dasselbe wie immer, doch hatte nie richtig hingeschaut
11 mein Gesicht mit dem Ausdruck des Todes, lodernd und erfroren
12 kalte Knochen lugen unter der Melone hervor
13 ich trage die messerscharfe Sense des vertrauten Gefährten
14 der kommt, um überreife Birnen mit den Klauen zu ernten
15 ich denk an alle Gefallenen ohne Trauer im Herzen
16 meine Unsterblichkeit gab ihnen die Erlaubnis zu sterben
Track Name: Fibonacci
01 mein Verständnis gestaltet sich schwer, ich bin jung und hungrig, doch meine Jugend wird vom Alter verzehrt
02 meine Buchstaben sind alle und leer, also schenk mir eine Nummer, die mir alles erklärt
03 ich vergesse mich, verliere und erfinde mich, meine Geschichten wirken echt aber das sind sie nicht
04 meine göttliche Stimme spricht: nach mir die Sintflut, nach der Sintflut ich
05 wer antwortet mir, wurde ich blind geboren? meine Stimme schreit zu laut für mein inneres Ohr
06 ich spiele gut, doch ich bescheiße, mein Gewinn ist verloren, ich will die Zukunft retten und gebäre Kinder des Zorns
07 ich beginne bei null, und beschleunige auf 100 innerhalb von Generationen in einem Fort
08 erreiche meinen Zenit voller Stolz, richte mich zugrunde und beginne von
09 vorn, an jeden der mich nicht kennt, ich bin ein Mensch, ein Tier auf der Suche nach der rettenden Essenz
10 ich will keinerlei Geschwindigkeitsbegrenzung, aber brauche irgendjemand oder etwas, das mich bremst
11 meine Frage ist so alt wie mein Geschlecht und die Antworten sind zahllos
12 zahllos, zahllos, zahllos, zahllos… alle lügen aber alle haben recht
13 geboren im Labyrinth aber wie finde ich hinaus? Eigentlich war ich hier drinnen zu Haus
14 meiner Skepsis hab ich immer vertraut, bis ich höre, was ich will und es bedingungslos glaub
15 ich hielt mich für den Liebling meiner Mutter, Mutter Natur meint ich wäre doch nur ein Bastard
16 ich bin Feuer und Flamme für Tropfen und Wasser (Wasser)



01 ich wandte mich an Religionen, Esoteriker und Sekten, also doch nur Sekten
02 Mensch, Mensch, bin ich noch zu retten? Die Wände bereiten mir Kopfzerbrechen
03 meine Zeit rast in jede Richtung, wohin das wohl führt? Bleibe ich stehen?
04 Fleisch oder Käfig, Paradies oder Hölle, das hängt davon ab, ob es mir freisteht, zu gehen
05 ich bin allein ohne System aber finde keinen Halt, in dem, was Worte bedeuten
06 alles in allem, alles überall und alles mir, heute ist es Gott, morgen der Teufel
07 jeden Morgen wiedergeboren, jeden Abend gestorben
08 ich will, ich muss den Zahlen gehorchen, denn sie sind meine Wahrheit geworden
09 ich glaube, alles, was es mir gab, gab ich mir selbst, alles doch nur eine Binsenmetapher?
10 ich warf Steine, wartete auf Zeichen und zählte die Jahresringe im Wasser
11 so hilflos, beklagenswert und schwer, nein, die Spirale war nicht fair
12 wohin wollte das woher? Woher? ich fragte mich, fragte sie, beide sagten mir nichts mehr
13 vor dem Anfang, nach dem Ende, derselbe Zustand, so muss der Anfang nach dem Ende kommen
14 auf der Suche nach dem Mond, geblendet von der Sonne, ich konnte nur eins, seit ich denken konnte
15 vom Teppich zum Nichts, von Nichts zu Gott, Sterben in Frieden für ein paar Jahre Krieg
16 ich zieh meine Kreise bis die Spirale sich schließt
Track Name: Zeitinfarkt
01 als das System aus den Fugen trat und die Uhren explodierten
02 als Vergangenheit geschah und mit der Zukunft kollidierte
03 als die Zeit ihrem Rahmen verließ um einsam zu pilgern
04 als sie vorwärts und rückwärts lief und gleichzeitig stillstand
05 perfektes Chaos, verrückterweise wie von Menschenhand
06 es klang wie ein rückwärts leierndes Kassettenband
07 wir werden gewusst haben, dass uns Glück alleine nicht mehr retten kann
08 ich dachte vor und drückte meine Zigarette an
09 wir schliefen ein, um aus Träumen zu erwachen
10 Leute trafen sich selbst, während sich Räume überlappten
11 Gestern würde nie mehr sein, auch wenn sie heute daran dachten
12 wetten, dass die grauen Männer ihre Freude daran hatten?
13 ich beschloss, die Zeit zu suchen und sie vorsätzlich zu zwingen
14 dieses gottverdammte Chaos endlich in Ordnung zu bringen
15 doch geht um die Zeit, haben Worte kein Gewicht
16 wer sie finden will, sucht sie am besten dort, wo sie nicht ist


01 vielleicht sind diese Worte nicht mal wahr, in all den
02 endlosen Räumen wurde viel geforscht und viel gesagt
03 ich übernachtete am fortwährenden Tag und landete
04 in einer Zeit, die nirgends ist, an einem Ort, der niemals war
05 ich suchte und ich suchte und begegnete mir tausendfach
06 mein Denken war leblos, mein Leben hatte sich ausgedacht
07 doch endlich fand ich sie im selben Moment wie zu Beginn
08 der 0 Sekunden oder eine Ewigkeit gedauert hat
09 sie schaute auf mich herab, in der Gestalt einer
10 urgewaltigen Uhr mit Augen wie Tag und Nacht
11 sie verzog ihr Ziffernblatt zu einer zynischen Grimasse
12 die Zahnräder in ihrem Mundwerk, glühten als sie lachte
13 schön zu sehen, dass ein Mensch sich endlich überwindet
14 wohl der erste, der mich sucht und doch der letzte, der mich findet
15 ich weiß, was sie wollen, doch noch sind Sie nicht dran
16 nehmen Sie erst mal Platz, willkommen im Niemalsland


01 Herr Pyrin, Sie wirken wie eine Kämpfernatur
02 doch gegen sich und mich machen Sie eine schlechte Figur
03 glauben für Wissen zu halten liegt in der menschlichen Natur
04 glauben Sie gar nichts oder glauben Sie einer sprechenden Uhr
05 bitte nutzen Sie den Spaß dieser Gelegenheit, alles ist jetzt
06 nur das ist wahr und was schon war, wird erst gewesen sein
07 ich bin, was Sie sehen wollen, halten Sie sich stark
08 alles ändert sich, vieles vergeht, doch alles ist noch da
09 sehe ich aus, als würde ich laufen? Sie gemarterte Seele
10 glauben Sie mir, ich vergehe nicht, so wahr ich hier stehe
11 kein Grund, das Wunder zu prüfen, wenn jemand, der offensichtlich nicht existiert
12 behauptet, es doch zu tun, kann er unmöglich lügen
13 oder? Da fällt mir auf, Sie wirken krank und strapaziert
14 Sie sehen grau aus, es scheint als wären sie schon zu lange bei mir
15 die Hoffnung ist nicht groß, doch Sie hocken in meinem Boot
16 bevor dieser mein letzter Satz ausgesprochen sind Sie …

Zeitinfarkt, Raumschlag, bereit für die Ewigkeit
Lächle zurück wenn die Zeit ihre Zähne zeigt
Rauminfarkt, Zeitschlag, eingefrorene Lebenszeit
Nichts bleibt gleich wenn die Zeit ihre Zähne zeigt
Zeitinfarkt, Raumschlag, bereit für die Ewigkeit
Lächle zurück wenn die Zeit ihre Zähne zeigt
Rauminfarkt, Zeitschlag, eingefrorene Lebenszeit
Bon appetit wenn die Zeit ihre Zähne zeigt
Track Name: Die Tür im Nichts (Der verlorene Schlüssel)
01 der Himmel glänzt so goldfiebrig, so fröhlich und frei
02 ich löse mich von der Welt, in die ich nicht zu gehören
03 schein; alles war laut, nichts war neu
04 weiß ich, worauf ich mich freu? Freu ich mich darauf?
05 ein roter Teppich, so groß und wunderschön
06 so lebhaft, so grausam, so rot und glamourös
07 ob er echt ist? Auch wenn man sich davon erzählt
08 vielleicht ist er nur ein Teil von all dem Nichts, in dem er schwebt
09 manchmal wirkt er so entsetzlich klein,
10 wenn es Nichts gibt, muss es doch irgendetwas sein
11 ich muss raus aus dem kaputten System
12 weil ich den Teppich vor lauter Fusseln nicht seh‘
13 ich will aufwachen, weck mich, beende die Katastrophe
14 ich stelle mich der stärksten, der Menschheit bekannten Droge
15 wie nimmt man sie wohl ein? Spritze, Bong oder Teil?
16 einfach gar nichts tun, die Wirkung kommt von allein



01 ich stand am Ende des Teppichs, es war undenkbar schwer
02 es war so allumfassend, es war so menschenleer
03 es war so absolut endgültig und doch so frei
04 das Universum war mit meinem Kopf allein
05 ich stand am Ende des Teppichs, mit Rückenwind
06 hörte meine Geister, hörte wie sie flüsterten
07 kann mir irgendjemand sagen, wie verrückt ich bin?
08 die Tür im Nichts lachte mich an, wo war der Schlüssel hin?
09 ich stand am Ende des Teppichs, tausend Winde im Rücken
10 voller Hoffnung hinter der Tür alles finden zu müssen
11 doch es machte scheinbar wenig Sinn ohne Schlüssel
12 und so kehrte ich um ohne die Klinke zu drücken
13 ich wog die Welt und jeder Schritt fiel mir so schwer
14 ihre Konturen verblassten mit jedem Blick ein wenig mehr
15 sie existierte für mich und sie verschwand für mich
16 ich hatte alles erwartet, was ich fand war
Track Name: Zurück
01 zurück, zurück zum Anfang, zurück zum Morgengrauen
02 zurück, zurück vom Ende, zurück zum Vorwärtslauf
03 zurück zum gestorbenen Traum, zurück zum Status Quo
04 Universen passen in meinen Verstand und der ist walnussgroß
05 zurück zum Basisstützpunkt, zurück zum Atemrhythmus
06 zurück, zurück zur Kindheit, zurück zum Dadaismus
07 zurück, zurück zum Licht, zurück zum Pfad des Teufels
08 zurück, zurück zur Hölle, zurück nach Eleusis
09 zurück zum Urgedanken, ganz ohne Sinnerschließung
10 zurück zum Mikroorganismus, ad infinitum
11 zurück zur Ewigkeit, raus aus dem Sündenkäfig
12 zurück zum Sinneszentrum, zurück zur Synästhetik
13 zurück zu Fleisch und Knochen, ich spüre mich laut rülpsen
14 zurück zu der Handvoll Momente, die mich ausfüllten
15 zurück, zurück ins Wasser, es empfängt mich mütterlich
16 zurück, zurück zum roten Teppich, zurück, zurück zum Nichts


Alles atmet gleichzeitig ein, gleichzeitig aus
Alles, alles, wie ein Teil meines Traums
Ich spüre Freiheit, Einheit, mein Geist öffnet den Schraubverschluss
Ein Moment in dem ich lebe bevor ich zurück nach Hause muss
Track Name: Jetzt (Epilog)
01 Meditationsmusik, weil ich nur hier die Zeit und den Sinn spür
02 das heißt, dass ich alles vergess und niemals danach frag
03 ich weiß nicht, woher es kommt, dass ich nicht weiß, wo es hinführt
04 find ich einen Teil, hab ich beide Fliegen mit einem Schlag
05 waking life im Land der lebenden Leichen
06 wo sie das Wesen des Geistes in Käfige schmeißen
07 Pyrin erlaubt mir, Seele zu zeigen, er ist mein Lebenszeichen
08 vielleicht auch nur ein Mitbringsel von psychedelischen Reisen
09 sie fragen, was ich nehm um sowas verrücktes zu schreiben
10 macht es dir Angst, wenn ich sag, ich könnte nicht nüchterner sein?
11 nein, ich folge keinen logischen Systemen
12 und besiegte die Psychose, mir Psychosen einzureden
13 lange Rede, deine Worte an Gott wirken so weltbewegend
14 doch was auch immer Gott ist, es antwortet nicht auf Selbstgespräche
15 bei Kummer wird die Zeit helfen und Wirklichkeit ist so ein
16 schöner Terminus für die Summe unserer Scheinwelten
17 Werte sind gar nichts, wir täuschen uns geschickt
18 Wesen und Dinge, die an und für sich nichts bedeuten außer sich
19 auf der Suche nach Kraft und Glück, weg von der toten Basis
20 kaum zu finden, was zu Hause schon längst da ist
21 auf dem Weg zur Zufriedenheit, wird der Weg zur Zufriedenheit
22 deine Wahrheit ist meine Fehlinformation
23 alles was sich totdenken lässt, lebt bei mir bereits
24 in der unendlichundzweiten Reinkarnation
25 der Tropfen will zurück ins Wasser, das Eiland ist zu trocken
26 und so einsam aber wir sind nicht allein, wir sind verschlossen
27 und es fühlt sich zu vertraut an, immer weiter zu fallen
28 die Welt ist klein, ich fühle mich so allein mit uns allen
29 doch sie ist unser, der Himmel und die Hölle sind für dich
30 ich kann den Menschen nicht mehr böse sein, sie können nichts für sich
31 und ich bin dankbar für die Welt, denn es gibt zwei Arten von Liebe
32 die eine ist egoistisch, die andere genügt sich selbst, a propos:
33 ich weiß nicht, was es war, doch es tut mir alles leid
34 vielleicht warst du die richtige Frau zur falschen Zeit
35 wohl eher umgekehrt, jein, wir waren zu schnell für unsere Köpfe
36 so wagten wir uns ins Dunkel um die Kellertür zu öffnen
37 wie niedlich wir waren, wie naiv wir waren
38 alles sah so einfach aus, weil wir scheinbare Liebe sahen
39 ich sah dich in den Keller gehen, während ich deine Hand ergriff
40 merkte ich, wie sie mir allmählich entglitt
41 wir logen uns Liebe vor um unsere zu Krisen zu bekämpfen
42 sowas kann vielleicht Berge versetzen, doch nicht die Tiefsee überschwemmen
43 keine Lüge kann ein Faktum verbessern
44 und irgendwann weiß man nicht mehr aus wessen Abgrund man klettert
45 ich verschnaufe, erhol mich von der sinnlosen Pause
46 nicht jugendfreies Abendprogramm vor dem inneren Auge
47 was soll’s, ich wünsch dir das glücklich bist und restlos frei
48 vielleicht lernst du in der Zukunft es jetzt zu sein





01 lass mich nur machen, Erlaubnis ist das beste Verbot
02 und die verdammte Angst loszulassen, lässt mich nicht los
03 vielleicht war meine Fresse zu groß, doch schon bald
04 kommt der Herbst und ich kehr die alten Blätter vom Hof
05 zu viel Chaos um mich auch nur ein wenig zu entspannen
06 zu viel Grübeln, zu viel Kiffen, zu negative Gedanken
07 Ich sei Dank, hab ich die Leere verstanden, als wir auf
08 psychedelischen Substanzen andere Realitäten fanden
09 viele sogenannte Wahrheiten zeigten seit dem letzten Winter
10 ich sehe keine bösen Menschen mehr, nur verletzte Kinder
11 ich laufe weiter und vertraue nicht auf Krücken
12 wo du bist, ist auch dein Weg, du solltest aufhören zu flüchten
13 der Teppich ist umgeben von, wer weiß schon, was es ist
14 soweit wir glauben ist es alles, soweit wir wissen: nichts
15 vielleicht war gestern oder wird morgen entsetzlich schwer
16 wie auch immer, das interessiert mich jetzt nicht mehr